Jackie Schwarz

Jackie Schwarz

Jaecki Schwarz wurde am 26. Februar 1946 in Berlin geboren. Er zählte mit rund 120 Film- und Fernsehrollen zu den meistbeschäftigten Darstellern bei der DEFA und dem Fernsehen der DDR. Im wiedervereinigten Deutschland wurde er vor allem durch seine Rolle als Hauptkommissar Schmücke im Polizeiruf 110 und die des Sputniks in der ZDF-Reihe Ein starkes Team bekannt.

1969 debütierte Jaecki Schwarz in Magdeburg in der Bühnenfassung von Hermann Kants Roman Die Aula als Student Quasi. Hiernach folgten zahlreiche weitere Rollen für ihn in Magdeburg, wie etwa den Elf Puck in William Shakespeares Komödie Ein Sommernachtstraum. Von 1974 bis 1997 war er Mitglied des Berliner Ensemble, wo er 23 Jahre lang auf der Bühne stand. Hier übernahm er unter anderem die Rolle des Stalin in Volker Brauns Drama Lenins Tod und wirkte daneben in etlichen Stücken von Bertolt Brecht, Maxim Gorki und erneut William Shakespeare mit. Schwarz arbeitete unter anderem mit den Regisseuren Christoph Schroth, Fritz Marquardt, Manfred Wekwerth und Peter Zadek zusammen. 1996 holte ihn seine Schauspielkollegin Katharina Thalbach an das Maxim-Gorki-Theater für die Rolle des Bürgermeisters in Carl Zuckmayers Der Hauptmann von Köpenick.

Von 1996 bis 2012 spielte er an der Seite von Wolfgang Winkler den Kriminalhauptkommissar Herbert Schmücke in der Krimiserie Polizeiruf 110. Der 50. und letzte Fall des Ermittlerduos Schmücke und Schneider wurde am 3. März 2013 ausgestrahlt. Von 2012 bis 2014 übernahm er in der erfolgreichen ARD-Krankenhausserie In aller Freundschaft ab Folge 581 die Rolle des Gesundheitsdezernenten Jürgen Strauber.

Darüber hinaus hat er weiterhin Gastrollen in mehreren Fernsehserien, wie etwa in Küstenwache (2007), SOKO Leipzig (2009), Ein Fall für zwei (2009), Akte Ex (2016) und Die Spezialisten – Im Namen der Opfer (2019).

2013 erhielt Jaecki Schwarz gemeinsam mit seinem Kollegen Wolfgang Winkler die Goldene Henne für sein Lebenswerk. Im August 2019 wurde er in Annaberg-Buchholz mit dem Märchenfilmfestival-Preis fabulix erneut für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

2020 wird Jaecki Schwarz als die Stimme Gottes bei den Jedermann Festspielen in Potsdam zu hören sein.

Ades Zabel

Ades Zabel

Ades Zabels Weg führte von der Ausbildung in der KaDeWe-Herrenkonfektionsabteilung über den Filmvorführer im Moviemento-Kino am Kottbusser Damm auf die Comedybühnen Berlins und Deutschlands. Er war Mitbegründer der legendären „Teufelsberger“ und kreierte zusammen mit Olaf Wriedt das kultige Neuköllner Proll-Paar „Edith und Hotte“.

Seit Jahrzehnten tritt Ades Zabel solo sowie unter dem Label „Ades Zabel & Company“, vor allem gemeinsam mit Biggy van Blond und Bob Schneider, im BKA Theater auf. Die Erfolgsstücke der Company sind beispielsweise „Edith Schröder Superstar“, „Hostel Hermannstraße“, „Fly, Edith, Fly – vom Ballermann zum BER“, allesamt trashig-boulevardeske Neukölln-Musicals, die zum Berliner Volkstheater im besten Sinne avanciert sind. Der Kulthit der Company, das Weihnachts-Neuköllnical „Wenn Ediths Glocken läuten“, geht 2020 in die 17. Spielzeit.

In den Jahren 2016 bis 2019 war Ades Zabel Teil des Ensembles von „Frau Luna“ im Tipi am Kanzleramt, Edith Schröder tourt regelmäßig mit „Schröder-Reisen“ im Comedybus durch Berlin und Adessa Zabel ist an den DJ-Pulten der Szene-Clubs anzutreffen.

Matthias Freihof

Matthias Freihof

Bereits während seiner Schulzeit nahm Matthias Freihof, geboren 1961 in Plauen, Gesangsunterricht und spielte in Laientheatern. Von 1983 bis 1987 studierte er an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin und stand in dieser Zeit auf der Bühne des Berliner Maxim-Gorki-Theaters.

Es folgten zwei Jahre am Kleist-Theater in Frankfurt/Oder. Einem größeren Publikum wurde Matthias Freihof durch den Film COMING
OUT (Regie: Heiner Carow) bekannt, für den er in seiner Rolle als Philipp Klarmann den Darstellerpreis des letzten Nationalen Filmfestivals der DDR 1990 erhielt. Der Film wurde mit dem Silbernen Bären der Berlinale 1990 ausgezeichnet.

Nach der Wende etablierte sich Matthias Freihof als Fernsehdarsteller durch Mitwirkung an Serien wie DIE MÄNNER VOM K3, EIN FALL FÜR ZWEI, AUTOBAHNPOLIZEI und in zahlreichen Produktionen von Regisseur und Autor Horst Königstein.

Fürs Kino stand Freihof in IM ZEICHEN DER LIEBE (1994, Regie: Käthe Kratz), NOT A LOVE SONG (FATA MORGANA) (1996, Regie: Jan Ralske), ZURÜCK AUF LOS (1999, Regie: Pierre Sanoussi-Bliss), in Winfried Bonengels FÜHRER EX, KIRSCHBLÜTEN (2007, Regie: Doris Dörrie), als Himmler in VALKYRIE (2007), DIE FRISEUSE (2009, Regie: Doris Dörrie), GLÜCK (2011, Regie: Doris Dörrie) und in WEIBER! Schwestern teilen. Alles. (2015, Regie: Pierre Sanoussi-Bliss) vor der Kamera. Unter der Regie von Heinrich Breloer übernahm er die Rolle des Chefpiloten Schuhmann in dem Film TODESSPIEL, einem Dokudrama über die Ereignisse des „deutschen Herbstes“ 1977, der im Sommer 1997 mit großem Erfolg von der ARD ausgestrahlt wurde. Von 1998 bis 2002 spielte Matthias Freihof in der Krimireihe SISKA eine der Hauptfiguren, den Kommissar Lorenz Wiegand. Daneben drehte er als Rechtsanwalt Kubalek unter der Regie von Hark Bohm in dem Dreiteiler VERA BRÜHNE, Episodenrollen in STUBBE (Regie: Thomas Jacob), SOKO-MÜNCHEN, -WISMAR, -LEIPZIG und -STUTTGART, in GESCHLECHT WEIBLICH (Regie: Dirk Kummer) und im TATORT (Regie: Hans-Werner Honert und Patrick Winczewski).

Trotz seiner erfolgreichen Karriere als Schauspieler blieb Matthias Freihof immer auch der Musik verbunden. Neben verschiedenen Projekten mit der Band „L’Art de Passage“ trat er als Chansonnier und Soloentertainer mit Klavierbegleitung (Stefan Kling) auf. Ein großer Publikumsserfolg war PRÄSENT 20, eine DDR-Schlagerrevue, an der er mit Sketchen, Tanz und Gesang mitwirkte. 2003 und 2005 war Matthias Freihof mit DER WILDE GARTEN auf Tournee. Er hat mehrere CDs veröffentlicht. Seinen Werner-Karma-Abend ANGESCHOSSEN ebenso wie seine WINTERREISE bestreitet er wieder mit Stefan Kling. Seit 2007 arbeitet Matthias Freihof auch als Regisseur. Seine Inszenierung GANZE KERLE wurde nach der ersten Aufführungsserie in Düsseldorf nach Berlin, Essen und Dresden eingeladen. Er hat das Stück auch für Tournee und in Klagenfurt erarbeitet. Im Früjahr 2011 wurde seine Inszenierung MÖWE UND MOZART mit sehr großem Erfolg an der Komödie Düsseldorf uraufgeführt. Anfang 2014 folgte unter seiner Regie die Uraufführung MANN ÜBER BORD im Theater im Rathaus Essen. Beide Stücke werden bis heute an unterschiedlichen Häusern gespielt. Als Schauspieler in ZIEMLICH BESTE FREUNDE lernte Matthias Freihof 2016 die Schloßfestspiele Neersen kennen, wo er sich über seine Erfolgsinszenierungen von HONIG IM KOPF (2017) und 2018 über das DSCHUNGELBUCH Musical wie auch seinen Leopold IM WEISSEN RÖSSL freuen konnte, 2019 gefolgt von seinem MONSIEUR CLAUDE UND SEINE TÖCHTER .

Der dritte Jedermann

Der Kartenvorverkauf beginnt

Potsdam. Nach den Jedermann-Festspielen ist vor den Jedermann-Festspielen:  2018 brachten Nicolai Tegeler zusammen mit der Volksbühne Michendorf das Theaterstück „Jedermann“ nach Potsdam in die St. Nikolaikirche. 2018 war der erste Versuch und es war ein Erfolg. Nun wurde die zweite Spielzeit im Oktober 2019 mit neun Vorstellungen beendet.  

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Blickpunkt Brandenburg vom 10.09.2019